Studium der Medizin
Viele junge Leute stehen jedes Jahr vor der schwierigen Entscheidung das richtige Studium für die berufliche Zukunft auszusuchen. In Anbetracht der Vielzahl von Möglichkeiten und der wirtschaftlichen Lage dürfen heute nicht nur persönliche Neigungen eine Rolle spielen, sondern sollten auch die Zukunftsperspektiven des Berufes mit bedacht werden. Am Ende verbringt
der typische Student 3-4 Jahre seines Lebens vor dem Schreibtisch unter Tischleuchten, vertieft in seine Bücher.
In Zeiten des Ärztemangels und der älter werdenden Bevölkerung erscheint das Medizinstudium wieder als Alternative.
Da es jedes Jahr mehr Studienbewerber als Studienplätze gibt, gelten für das Medizin Studium Zulassungsbeschränkungen. Die Zentrale Vergabestelle für Studienplätze erarbeitet eine Rangliste nach Abiturnote und Wartezeit. An einigen Hochschulen werden auch persönliche Einstellungsgespräche geführt.
Das Medizinstudium gliedert sich in eine 2-jährige Vorklinik in der Grundlagenfächer wie unter anderem Biologie, Physik, Chemie, Anatomie gelehrt werden. Nach der Vorklinik folgt die erste große Prüfung, das Physikum, dass Zugangsvoraussetzung für den Rest des Studium, die Klinik ist.
An die 3-jährige Phase der klinischen Ausbildung mit Einblick in alle Teilbereiche der Medizin folgt die einjährige praktische Ausbildung im Praktischen Jahr.
Dabei arbeitet der Student unter Anleitung und Aufsicht jeweils 16 Wochen in den Fächern Innere Medizin, Chirurgie und einem Wahlfach in einem Team von Ärzten einer Klinik. Der Abschluss des Studium bildet das sogenannte Hammerexamen, ein mehrtägiger schriftlicher und mündlicher Prüfungsmarathon.
Das insgesamt mindestens 12 Semester dauernde Medizin Studium gilt als eines der längsten und lernintensivsten, zeichnet sich aber durch eine klare Struktur mit Stundenplan aus und beinhaltet ein Jahr Praxis.
Auch die Berufsaussichten sind gut, denn in Zeiten des Ärztemangels ist eine Assistenzarztstelle einfach zu bekommen. Egel ob als Kinderarzt oder Zahnarzt. Das der Beruf allerdings nicht nur gute Seiten hat, sondern auch Schichtarbeit, 24 Stunden-Dienste, Wochenenden, Feiertage und eine hohe psychische Belastung bedeutet, sollte vor dem Studium klar sein.
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